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Viele Ältere sind verunsichert: Soll ich mein Hörgerät ständig tragen?

Viele Ältere sind verunsichert:
Soll ich mein Hörgerät ständig tragen?


Ich trage mein Hörgeät  nur hin und wieder, wenn ich es gerade mal brauche.....". Wer das sagt und wer so handelt, tut sich selbst überhaupt nichts Gutes.
Bekanntermaßen wird mit den Ohren gehört, aber verstanden wird im Gehirn. Das Gehirn ist auf den ständigen Strom von Informationen,die es über die Ohren bezieht, dringend angewiesen.
Diese Informationen sind so etwas wie Nahrung für das Gehirn. Entzieht man ihm diese Nahrung, wird es träge und schlaff. Auf gut Deutsch:es verlernt förmlich das Hören und verstehen. Ein Schweizer Ohrenarzt hat diese Problematik sehr anschaulich geschildert.
Im Ohr sitzt ein Bibliothekar. Seine Aufgabe ist es , im Gehirn die richtigen Bezeichnungen für die eintreffenden Höreindrücke zu finden. Solange er viel Arbeit hat, bleibt es fit und ist seiner Aufgabe gewachsen. Wenn die Höreindrücke nur noch spärlich eintreffen, wird er träge und ist nicht mer in der Lage, auch das Wenige ,das noch kommt, zu bewältigen. Und ihn nach langer Unterbeschäftigung wieder fit zu machen, ist fast unmöglich!"
Jeder, der lange Zeit schwerhörig war, ohne Hörgeräte zu nutzen, erfährt die bei der Hörgeräteanpassung. Das Ohr( besser das Gehirn) weiß  mit den vielen Geräuschen und Klangeindrücken,die da auf einmal von allen Seiten kommen,zuerst kaum etwas anzufangen. Da hört man Dinge, die kann man beim besten Willen nicht einordnen. Und es dauert lange, bis man sich in der ungewohnten Hörwelt einigermaßen zurechtfindet.
Die Eingewöhnungszeit kann unter Umständen Wochen oder gar Monate dauern. Wer sein Hörgerät immer nur in Abständen trägt, gewöhnt sich womöglich nie daran und hat dementsprechend auch keine Freude- und obendrein wenig Nutzen. Ehe man aber nun den Hörgeräten die Schuld gibt,sollte man erst einmal bei sich selbst nachforschen,ob man alles richtig gemacht hat. Hörgeräte  sind etwas anders als Brillen. Bei  Hörgeräten liegen die Dinge sehr viel komplizierter, so wie der Hörvorgang auch sehr viel komplexer ist.


Ständiger Lärm macht krank

Mediziner: Das Gehör am Arbeitsplatz und in der Freizeit wirksam schützen
Verkehrslärm von Autos und Flugzeugen, ein hoher Geräuschpegel am Arbeitsplatz und laute Musik vom MP3-Player - wir sind ständig von Lärm umgeben. Welche gesundheitliche Folgen das haben kann erläutert unser Experte.


"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Lärm nach der Luftverschmutzung als zweitgrößtes Gesundheitsrisiko ein", sagt Professor Dr. Dr. Hans-Jürgen Welkoborsky, Chef der Hals-Nasen-Ohren-Kliniken des Klinikums Region Hannover. Eine Hauptursache, und besonders angestiegen, sei der Umweltlärm, bedingt durch die heute extrem mobile Gesellschaft.
"An einer vielbefahrenen Straße sind unsere Ohren einem Lärmpegel von etwa 70 Dezibel ausgesetzt", sagt er. Hebt ein Flugzeug ab, dröhnt es noch hundert Meter entfernt mit bis zu 150 Dezibel. Die schmerzgrenze für Lärm liegt bei 130 Dezibel. in Ruhe, also auch im Schlaf, stören oft schon 45 Dezibel. Flug- und bahnlärm werde als besonders unangenehm empfunden, da er sich aus verschieden hohen Frequenzen zusammensetzt, sagt der Mediziner.

Abhilfe können Lärmschutzfenster schaffen. "Umweltlärm vollständig zu meiden - ist jedoch nicht möglich."







Lärmbelastung am Arbeitsplatz, Schwerhörigkeit nimmt zu
Telefone klingeln, Tastaturen klappern, Gespräche werden geführt: Lärm am Arbeitsplatz gibt es nicht nur in Werkstätten und auf Baustellen, sondern auch in Büros. Nach einem Bericht des TÜV Rheinland gehört Lärm zu einem der wichtigsten Stressfaktoren im Büro. der Stress könne Konzentrationsfaktoren, Gereiztheit und Nervosität auslösen. "Burolärm kann bis zu 70 Dezibel laut sein. Die Lärmstärke ist nicht unbedingt entscheidend, jeder Mensch empfindet Lärm individuell", sagt Welkoborsky. Etwa zehn Prozent aller Erwachsenen seien besonders empfindlich. Schwerhörigkeit durch Lärm ist mittlerweile bundesweit die häufigste Berufskrankheit. Jährlich werden 6000 neue Fälle registriert.

Dauerhafter Lärm ob am Arbeitsplatz oder am Wohnort - ist riskant. Schon bei ständigen Lärm von 70 Dezibel kommt es zu einer Stresssituation des Körpers - der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, die Gefahr von Magengeschwüren wächst. Erkrankungen, wie Epilepsie, oder Depressionen können sich verschlimmern. Kurzer, heftiger Lärm - wie bei einem Silvesterböller - kann das Gehör schädigen und Schwerhörigkeit oder einen Tinnitus auslösen.

Stark angestiegen sei auch der Freizeitlärm, insbesondere bei Jugendlichen, sagt Welkoborsky. Musik in Diskotheken, bei Konzerten oder vom MP3-Player ist oft 120 Dezibel laut. Musik in hoher Frequenz könne zu Hörstörungen führen. "Zehn Prozent aller 25-Jährigen leiden unter Schwerhörigkeit, die eher ab 50 Jahren üblich ist." Er rät bei solchen Freizeitaktivitäten zum Tragen eines Gehörschutzes, ebenso beim Benutzen von lauten Geräten wie Rasenmäher oder Rüttelmaschinen. Bereits Ohrenstöpsel wie Oropax schützen.


Hören ein Leben lang

Immer im Einsatz

Der Hörsinn entwickelt sich bereits vor der Geburt zur Funktionsreife und er ist von da an ständig auf Empfang- auch in ruhiger Umgebung und im Schlaf. Das Gehör sorgt für Orientierung und Hilft dem Auge, wenn es dunkel wird.Mit einem funktionierenden Gehör lassen sich leise Töne aus lautem heraushören und unterscheiden. in der Kommunikation mit den Mitmenschen und über das Medium Musik sind die Ohren direkt mit der Gefühlswelt und dem Wohlbefinden vernetzt.

der Hörsinn verrät, wennin der Nähe eine Stecknadel fällt oder ein Windhauch weht.Er vermittelt auch den bleibenden akustischen Eindruck eines hahen Donnergrollens oder eines tieffliegenden Düsenjets. Das Gehör hältvieles aus, aber es ist verletzlich. Die Hörakustik ist heute in der Lage, einen großen Teil der Leistungsbreite des Gehörs mit modernerster Technik und intelligenter Anpassung auszugleichen.




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